Wird fortgesetzt…

Wie fängt man nach so einer langen Pause an? Am besten mit guten Meldungen!

(Und im Anschluss an den Beitrag gibt’s auch noch dreierlei Tipps).

Die Akademie besinnt sich nach längerer Pause wieder auf ihre selbstgewählten Schwerpunkte: nimmt Stellung zu aktuellen Entwicklungen, empfiehlt nachhaltig tätige Initiativen, trägt Wissenswertes im Themenbereich Neue Wege, Miteinander und Nachhaltigkeit zusammen.

In diesem Jahr haben viele Menschen geäußert, eine merkliche Beschleunigung der weltweiten Veränderungen zu erfahren. Das langjährige Engagement von Einzelkämpfern und Verbänden gegen die Agrogentechnik beispielsweise zeigt spürbare Auswirkungen. Vielen ist bewusst, dass Gen-Food nichts auf unseren Tellern verloren hat. Dass Glyphosat, vor einiger Zeit noch verharmlost, nichts in unseren Gärten und auf unseren Feldern verloren hat und Pestizide nichts in unseren Wäldern und Kunstdünger nichts auf unseren Almen, ja, das spricht sich mehr und mehr herum. Eine Zeitlang hatte es völlig aussichtslos ausgesehen.

IMG_7108.jpeg

Anderseits wissen viele gar nicht, dass bei Schlägerungen unter bestimmten Umständen Pestizide gesprüht werden. Auch nicht, dass Handelsdünger zwar das Gras auf manchen unserer Almen wachsen lässt, aber keineswegs gut für die dortige pflanzliche Artenvielfalt ist. Es ist wohl noch viel Aufklärung in jeder Hinsicht vonnöten, damit es zu Protesten kommt.

Die Biobauern schaffen gar vieles, was der Nichtbiobauer für unmöglich hält. Man hört Bauern und Forstbesitzer jammern, dass es ja gar nicht anders geht. Und dabei geht es auch anders!

Die geistig ziemlich eingenebelte Ära, in der es als fortschrittlich, unentbehrlich, ja im Fall von Zigaretten und  Designerdrogen sogar als schick galt, sich systematisch zu vergiften, sollte nun eigentlich verabschiedet werden.

Solange Wälder mit Pestiziden behandelt werden, sollte man fairerweise wenigstens Warnschilder für Schwammerlsucher und Beeren Sammler aufstellen, oder findet ihr nicht?

IMG_6826

Herrje, es sollte ja Positives berichtet werden! Genau, ein kleines Mädchen rettet gerade die Welt! Andere wieder begeistern sich dafür, schiffbrüchige Kriminelle zu fördern. Steigender Stromverbrauch und Windkraftwerke werden  uns als saubere Lösung für unseren unersättlichen Bedarf an Energie angepriesen, wobei man gerne Einwände abtut.

Damit wir uns auf die erwünschte Weise verhalten, muss uns ein furchtbar schlechtes Gewissen aufgezwungen werden. Vielleicht ist Atmen bald nur noch an ungeraden Tagen, ausgenommen am Mittwoch, erlaubt. Um eine CO2-Steuer kommen wir nicht herum, oder? Pferdekutschen sind auch kein Ausweg mehr, weil Pferde die CO2-Bilanz verschlechtern und Unmengen an pflanzlicher Nahrung benötigen. Es gibt nicht einmal mehr ein Zurück.

IMG_7007.jpeg

Wenn das, was uns unsere ehemaligen Schullehrer in den Siebzigerjahren vermittelt haben, auch den Politikern einleuchtet (die haben vielleicht in der Schule nicht aufgepasst oder gehören bereits der Handy-Generation an, die ja laut neuesten Studien das vernetzte Denken nicht mehr erlernt), hötten wir ja noch Hoffnung. Sie erklärten uns das Prinzip der Photosynthese und dass die Pflanzen die „grüne Lunge“ unseres Planeten sind.

Schon damals wurde von den Auswirkungen der menschlichen Gier gewarnt. Wenn die Abholzung der Regenwälder weiter voranschreiten würde, würde das Klima weltweit aus den Fugen geraten. Wenn die Menschen mit ihren Ressourcen nicht schonend umgehen, ist eine Versteppung bzw. Verkarstung riesiger Landstriche die Folge. Wüsten breiten sich aus. Ja, vor Jahrzehnte schon.. und nichts geschah. Gute bezahlte Politiker saßen jahrzehntelang in den höchsten Gremien, aber nichts geschah…

IMG_7869.JPG

Vielleicht sollte man im Dienste der nun ja hoffähig gewordenen Nachhaltigkeit auch dem Rätsel nachgehen, wie es möglich ist, dass die Medien und Politiker nicht imstande sind, den ökologischen Status der Erde mit der Luftqualität in Verbindung zu bringen, denn wenn immer mehr Natur verschwindet, hat das sein Auswirkung.

Klimakatastrophen sind von Menschen gemacht, aber man vermittelt ein verzerrtes Bild. Wie ist es möglich, dass man weiterhin den gigantischen Abholzungen der Tropen- und Regenwälder nicht umgehend Einhalt gebietet? Alle Kommunen, Betriebe, Landwirte und Haushalte sollten verpflichtet sein, für optimale Bepflanzung ihrer Areale und für die Erhaltung und Reinhaltung des Wassers zu sorgen.

IMG_6825.jpeg

Wie kann man über die Unmengen von Plastikmüll und Mikroplastik in den Meeren jammern, aber weiterhin die PET-Flaschen weltweit zulassen anstelle eines sofortigen Stopps? Ach ja, das würde so der Wirtschaft schaden und ist für die Konsumenten ja so furchtbar unpraktisch…

Andererseits sieht man so viele gute Ansätze und Leute, die sich wirklich bemühen, gegen die aktuellen ökologischen, ökonomischen und sozialen Probleme anzukämpfen, die nach neuen Wegen bei der Energieversorgung, im Gesundheitswesen, im Bildungswesen in der Landwirtschaft, einfach überall, streben.

Manchmal wird man leider den Eindruck nicht los, dass da wo ein Knoten drin ist. Es scheitert ja nicht am guten Willen der Mehrheit der Menschen. Es sind strukturelle Probleme, es sind Kommunikationsprobleme, es ist mitunter einfach nur mangelnde Bildung, mangelnde Information. Man möchte es nicht glauben im Zeitalter der Globalisierung und der Suchmaschinen. Nicht jeder, der ein Smartphone hat, ist auch in der Lage, gezielt nach diversen Suchbegriffen zu recherchieren.

Wo liegen die essentiellen Barrieren, und wie können sie überwunden werden? Das erscheint uns das vordringlichste Thema zu sein. Denn ist einmal dieser „Gordische Knoten“ gelöst, wird es in allen Lebensbereichen flott vorangehen.  Nicht im Sinn vom strapazierten Begriff „Wirtschaftswachstum“, sondern im Sinn von menschlicher Entwicklung, im Sinn von Lebensqualität, Balance und gedeihlicher Persönlichkeitsentwicklung. Dazu nach und nach mehr.

Vereinfacht ausgedrückt, werden wir uns in nächster Zeit mit der Diagnose und der Therapie beschäftigen, überall da, wo es Sand im Getriebe unserer postmodernen Gesellschaft gibt.

magnolie&blumen.jpeg

Eine Initiative, die neue Wege beschreitet:

Bärensuppe

https://www.baerensuppe.berlin/

Mehr Lektüre gefällig?

Filmemacher Werner Boote zum Thema Nachhaltigkeit:

https://www.derstandard.at/story/2000075778995/filmemacher-werner-boote-nachhaltig-bedeutet-gar-nichts-mehr

Ein Trailer:

„But Beautiful“ von Filmemacher Erwin Wagenhofer:

 

 

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s