Bericht vom ersten ZEITGEIST-Forum

Das erste ZEITGEIST-Nachhaltigkeitsforum und die Eigendynamik

>> Was ist das ZEITGEIST-Nachhaltigkeitsforum?

NEU – ZEITGEIST-Nachhaltigkeitsforum-BLOG http://zeitgeistforumblog.wordpress.com

Artikel in den Bezirksblättern

https://www.meinbezirk.at/guessing/leute/meinungsvielfalt-beim-ersten-zeitgeist-nachhaltigkeitsforum-d2275284.html

Am Donnerstag, dem 5. Oktober 2017, fand bei Vollmond das erste ZEITGEIST-Nachhaltigkeitsforum statt. Das versteckt gelegene Gasthaus Kracher hatte einmal mehr Symbolcharakter, verirrte sich doch nur eine handverlesene kleine Schar zum Treffen…

Bereits bei der Vorstellungsrunde zeichnete sich ab, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen und Interessen anwesend waren. Entsprechend ergab sich ein Vielklang und kein Einklang. De Sinn und Zweck des Forums wurde jedenfalls erfüllt. Es wurde eifrig debattiert. Dank der kontroversen Standpunkte  war für Zündstoff gesorgt.

Neo-Neubergerin Gerlinde Zeisel erzählte von ihrem Werdegang  und berichtete, dass in ihrer Familie Einkaufen in Supermärkten tabu ist. Eingekauft wird bei den Bauern  des Vertrauens und in Bioläden. Für den eigenen Bedarf wird Brot gebacken und Bier gebraut. Seit vielen Jahren werden Kosmetika und Reinigungsmittel, da schonend, in Eigenregie aus natürlichen Zutaten hergestellt. Auf der Suche nach förderungswürdigen Projekten stieß die Familie Zeisel auf den YouTube-Sender KlagemauerTV. Gerlinde Zeisel arbeitet seither an diesem internationalen Projekt mit. Sie reist zu Arbeitstreffen und verteilt im Kontaktkreis Informationsschriften dieser Institution, beispielsweise die Zeitschrift „Stimme & Gegenstimme“.

Während das Konsumverhalten im Hause Zeisel auf Akklamation stieß und allerlei Tipps ausgetauscht wurden, schien der Ausdruck „KlagemauerTV“ eine abschreckende Wirkung auszuüben. Es wurde kein Interesse an weiteren Ausführungen signalisiert. Lieber wendete man sich anderen Themen zu.

Würze erhielt das Treffen durch einen Couchsurfing-Teilnehmer, der die weite Anfahrt aus dem steirischen Raabtal auf sich genommen hatte. Der EDV-Profi Robert Müller berichtete von seiner langjährigen Berufserfahrung in Nicaragua und von seinen Internetprojekten mit Schulen und in der Erwachsenenbildung. Dabei gilt sein Engagement der Anwendung freier, da gestaltbarer Software, wie zum Beispiel Linux.

Das Erscheinen von Andreas Pichler, vielen durch seine netzwerkenden Aktivitäten in Hartberg und Umgebung bekannt, brachte unerwartet die Hinwendung zu spirituellen Themen. Mit einer Schar anderer Interessenten plant Andreas Pichler im November den Lichtnahrungs-Prozess (21-Tage-Prozess) nach Jasmuheen und weiteren Quellen als Selbsterfahrung zu durchlaufen. Da zwei andere Forums-Teilnehmer bereits 1997 den Lichtnahrungsprozess absolvierten, gab es viel zu besprechen.

Als ob nicht dieses Thema bereits ausreichend polarisieren würde, kam das Gespräch auch auf alternative Medien und spirituelle Botschaften im Internet und in der Literatur.

Es entspannen sich Diskussionen über unterschiedliche Weltanschauungen und über Macht und Ohnmacht des Menschen. Rasch waren einige der Teilnehmenden bei Themen wie Selbstliebe, Lebenseinstellung, Gedankenkraft und ungewöhnliche Wahrnehmungen angelangt. Erlebnisse wurden ausgetauscht. Peter Simetzberger, der bisher eher durch Schweigen bei solchen Veranstaltungen aufgefallen war, war diesmal nicht zu bremsen und beteiligte sich rege an den Diskussionen. Von Geldsystem bis Realitätssteuerung spannte sich der Bogen. Es bildete sich ein Flügel, der sich über physikalisch teilweise noch unerforschte Phänomene unterhielt.

So steuerte das Forum schließlich einer Aufspaltung in  Kleingruppen zu, die sich angeregt über unterschiedlich Themen von Gartenbau bis Vortragstätigkeit unterhielten. Adressen und andere Daten wurden notiert. Da und dort zeigten sich Möglichkeiten für synergetisches Handeln.

Ebenfalls rege und aktiv beteiligt an den Gesprächen waren Ginnie Diomis (kulturelle gemeinsame Aktivitäten, am regionalen Frauennetzwerk beteiligt), Michael Heftrich (der im Vorjahr über seine Tätigkeit in Luxemburg und sein Engagement in unserer Region, z.B. Repair Cafés, berichtete) und Elke Schmölzer (die einige  Zeit im Kristallquelle-Team mitwirkte, wie Ginnie Diomis und Lygia Simetzberger am regionalen Frauennetzwerk engagiert).  Zwei Personen aus der Gemeinde bzw. aus Bad Tatzmannsdorf waren trotz fixer Zusage leider nicht erschienen. Elke Marksteiner war entschuldigt. Die beiden Ehrenmitglieder des Forums, Emmerich Csanits (Rechnitz) und Friedensreich (Maria Bild), waren leider terminlich verhindert.

Einmal mehr blieb für die Veranstalterin selbst kein Spielraum. Die Mitinitiatorin des Kristallquelle-Projektes und Organisatorin der Veranstaltung, Lygia Simetzberger. verzichtete zugunsten einer ausgiebigen Vorstellungsrunde auf die geplante Schilderung des im Jahr 2012 gegründeten Basisprojektes „Kristallquelle“.

Im Anschluss an diesen Bericht daher die Notizen, die an diesem Abend ungenutzt blieben!

Möglicherweise hätten auch Mitglieder der unabhängigen Bürgerliste der Marktgemeinde Kukmirn (BMK) am Forum teilgenommen, wenn nicht zeitlich eine BMK-Sitzung in Limbach stattgefunden hätte.

Die Forums-Premiere war, wie zu vermuten war, von den Interessen und Beiträgen aller Anwesenden geprägt. Da bei diesem ersten ZEITGEIST-Forum auf keine gemeiname Stellungsnahme oder Beschlussfassung hingearbeitet wurde und der Sinn und Zweck der Veranstaltung ein Erörtern unterschiedlicher Zugänge zum Thema „Global und regional handeln“ war, kann man sagen, die Erwartungen haben sich fürs Erste erfüllt.

Ein nächster Forum-Termin steht noch nicht fest. Vermutlich findet im Herbst 2018 das nächste physische ZEITGEIST-Nachhaltigkeitsforum in dieser Art statt. Im Jahr 2018 sind auch keine weiteren Veranstaltungen der Stegersbacher Nachhaltigkeitsakademie vorgesehen.

Inzwischen ist das Kommunizieren des Forums über andere Kanäle geplant. Mehr darüber in den folgenden Beiträgen!

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https://www.meinbezirk.at/guessing/leute/meinungsvielfalt-beim-ersten-zeitgeist-nachhaltigkeitsforum-d2275284.html

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>> https://akademiestegersbach.wordpress.com/termine-aus-der-fachgruppe/nachhaltigkeitsforum-premiere-5-10-2017/

 

Notizen für die nicht erfolgte Vorstellung des Projektes Kristallquelle

 

Das Projekt Kristallquelle

Notizen für eine kurze Vorstellung

LS 10/2017

Name, Entstehungsgeschichte

2012 als Basisinitiative entstanden.

Ziel: ursprünglich – ein reales ganzheitliches Zentrum, vom Heiltempel bis zur Musikwerkstatt… eine unerreichbare Vision – Wir (Dreier-Team) einigten uns darauf, regelmäßige Treffen an vorhandenen Örtlichkeiten zu organisieren, einen früheren ganzheitlichen Stammtisch wiederzubeleben – LS erklärte sich bereit, den Aufbau/PR zu übernehmen (sechs Monate)

Idee einer Nachhaltigkeitsakademie, die diesen Stammtisch veranstaltet, aber auch weitere Aufgaben inne hat – Information, Bildung – Seminare, Vorträge, Workshops, Konferenzen – aber auch so etwas wie ein Think Tank oder „Weisenrat“, ein regionaler Stützpunkt mit empfehlender bzw. beratender Funktion >> Forum

zunächst ein rasch wachsendes Team, viel Öffentlichkeit, Beginn mit Okitalk-Aufnahme, viele Vortragende

Round Table Permakultur, Arbeitskreis Freie Energie

Netzwerken – Teilnahme an vielen Veranstaltungen, viele Kontakte im In- und Ausland Kontaktpflege

Publikationen: die „Statements“, Berichte

Termintipps: zunächst auf KQ-Seite, nun Aufgabe des SoKuN-Portals

Anlaufstelle (Anrufe betreffend Ansiedelung, Agnihotra, Vernetzung)

Kunst & Kultur – Unterstützung von Veranstaltungen

Netzwerk weit größer – SoKuN, Gennetz, MuZiKu, Burgenländischer Kulturbund,  Gailtaler Akademie, englischsprachige Seite und viele Netzwerk-Kontakte – Naturgarten, Agnihotra, Friedensreich, Ehrenberger,..

Teilprojekte/Was wurde bisher verwirklicht:

  1. Gesundheitsstammtisch, Kristallquelle-Stammtisch
  2. Frauennetzwerk – SüBu, dann Kristallquelle
  3. KristallquelleTV
  4. Ressourcennetz und Sortennetz (ansatzweise)
  5. Nachhaltigkeitskatalog – KQ-NK – PDF
  6. Internetportal – Infos, News
  7. Newsletter (Rundschreiben) – erscheint unregelmäßig
  8. Fachgruppen und Arbeitskreise – nachhaltiges Vorstellen von Vortragenden, Infomaterial, Workshops. Round Tables, Sondervorträge
  9. Kristallquelle Kulturclub
  10. Aktions- und Kulturtage
  11. Berichterstattung über eigene und sonstige Veranstaltungen auf den eigenen Seiten und in den Social Media, sowie in den Bezirksblättern (Regionautin)
  12. SoKuN & Extrablogs für Musik, Literatur, Foto, Film, Brauchtum…
  13. Zeitgeist Nachhaltigkeitsforum – neu ab Oktober 2017

Was ist noch „Zukunftsmusik“?

Mehr Bekanntheit, mehr Beteiligung, mehr Wertschätzung im Umfeld

mehr eigene Vortragstätigkeit über aktuelle Themen, künftig mehr Kristallquelle-TV statt Schriftliches (zB Interviews), Tele-Konferenzen

Schwierigkeiten einer solchen Einrichtung/dieser Einrichtung:

Bewusstsein fehlt – Konformität – kein Bedarf? – das ist es nicht, es fehlt das Bewusstsein – Wert eines unabhängigen Stützpunktes

man murrt, doch will man nicht eigenständig denken und handeln

Gedanken erschaffen Realität – wird nicht wirklich verstanden – „irrtümliche Ohnmach“

keine Lobby – durch die erklärte Unabhängigkeit

richtiges Miteinander, harmonisch, Zusammenarbeit muss erst gelernt werden – ständig kleinkrämerische Konflikte („Kindergarten“, Menschen haben Miteinander nicht gelernt)

möglicherweise auch Ängste – Angst, bei den Treffen gesehen zu werden…

recht chancenlos gegen Belustigungen und diverse (spezielle) Freizeitinteressen, gerade die gebildete Schicht hat nach der Arbeit anderes vor… fehlt auch auffällig im Kulturleben

kein messbarer (Geld) sofortiger, kein messbarer (Geld) dauerhafter Profit

Ganzheitlichkeit ist nicht in unserer „Matrix“ verankert – die meisten Menschen wissen damit nichts anzufangen

Vielfalt schwer zu erfassen – von der Akademie bis zum Kulturclub…

Bisherige Erfahrung: Einseitig orientierte Menschen kommen nur zu den Themen , die sie interessieren – wenig Interesse, Neues (andere Standpunkte kennen zu lernen – kaum Kontinuität

Abwanderung – Bildung – in die Städte – Jugend, Akademiker,…. – dünne Besiedelung, Zersiedelung

Unterstützung fehlt – zur Zeit Ein-Frau-Betrieb für eine Infrastruktur, die mindestens ein halbes Dutzend Leute bräuchte

jüngere Generation fehlt – Überforderung, Desinteresse

starke Fluktuation – Abwanderer, Interessenverlagerung -Welt im raschen Wandel

Ausblick

wenn das Projekt bzw. Forum gut organisiert ist, wohl auf längere Sicht ehrenamtlich, aber bräuchte jedem Beteiligten erheblichen Nutzen und könnte auch etwas abwerfen – siehe andere Projekte dieser Art

mehr Medienarbeit statt direkte Arbeit um Umfeld (aufgrund der geringen Beteiligung und Unterstützung)

Menschen erwarten immer, dass etwas „von oben“ geschieht – Vater-, Mutterfigur – das wird wohl noch geschehen müssen, weil die Menschen nicht reif sind

wichtige vorbereitende Maßnahme: Erlernen des Miteinander, damit überhaupt ein echtes Forum oder eine  Ratsversammlung möglich ist – Buch, Kurse, Traning

Verlagerung des Schwerpunktes innerhalb des Gesmatprojektes Kristallquelle auf dieses Forum ist angedacht

Bezeichnung „Kristallquelle“ wird folglich zurücktreten, Betonung auf das Zeitgeist-Forum mit einem neuen Logo und deutlicher Präsenz in den Medien

Mein Resümee

Im Grunde ein ständiges Scheitern, denn die Menschen suchen nur nach Unterhaltung und schnellen Vorteilen, zeigen aber keine Reife für gemeinsames „Kopfen“ und „Herzen“…

Bin wohl nicht charismatisch genug… Bräuchte einen „Namen“ (Promi), dann hätte ich gleich mehr Zulauf (Dahlke…)

Ist kein Ego-Trip – auch mit lünstlerischen Aktivitäten ausgelastet. Ist in Teamform entstanden – Teammitglieder verliebt, erkrankt, überfordert, weggezogen – nun Warten auf Wiederbelebung.

Vor die Wahl gestellt, mehr auf die Masse einzugehen – Anpassung nach unten – oder aufzugeben, habe ich mich für einen dritten Weg entschieden – Selektion der Menschen, die Durchblick haben. Das ist nur eine kleine Schar. Aber den Kindergarten überlasse ich denen, die davon profitieren – Therapeuten, Berater, Reformläden, Edelsteinläden,… Da gibt es reichlich Angebot.

Ich möchte kein alternatives WIFI oder bfi auf die Beine stellen. Wenn, dann würden dazu viele benötigt und ein regelrechtes Seminarhaus, und davon gibt es auch schon reichlich.

Fazit: Breitenwirkung im Web, Selektion in der Region. Nur noch die Besten, hätte man früher gesagt.

Ein „äußeres Forum“ findet noch ein- bis zweimal jährlich statt, damit äußerlich Aktivitäten wahrnehmbar sind und öffentlich Termine erfahrbar bleiben. 

Ideen, Wünsche, Anregungen, Hinweise, Beiträge? Bitte melde dich – Mail diekristallquelle at a1.net Tel. 0664 5671784 (Lygia Simetzberger)

Text: Stegersbacher Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle, https://akademiestegersbach.wordpress.com 10/2017