Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle als Pionierin

_DSC2858Die Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle ist eine Pionierin

Mai 2016 – Die Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle hat in den vergangenen Jahren vielen Projekten, Bewegungen und Potenzialen Bühne geboten, doch ihr eigener Charakter blieb weithin unverstanden. Es wird Zeit, die zugrundeliegende Philosophie darzulegen.

Aufgaben, Ziele, Aktivitäten und Historie sind an anderer Stelle ausgiebig nachzulesen. Auch gibt es bereits eine Handvoll Essays mit Stellungnahmen und Gedanken zu verschiedenen Themen.

Die Philosophie

Gegründet wurde sie 2012 von einem Kollektiv als Basis-Initiative, die frei von Einflussnahme der Kommunikation dient. Dazu sollten ein Stammtisch, ein Forum und Bildungsveranstaltungen dienen.

Dahinter befand sich die Idee von einem Miteinander in einem ganzheitlichen Netzwerk, zu dem alle nach ihren Fähigkeiten beitragen.
Die Möglichkeit, Anregungen und Anliegen in einem unabhängigen Forum zu behandeln, schien uns eine wunderbare Chance, gemeinsam zu mehr Wohlbefinden und Prosperität in unserer Region beizutragen.

_DSC2861Leider wird dies noch immer nicht verstanden, was uns ein wenig verblüfft. Täglich wird auf der Straße und im Stammlokal über Proporz und Parteiensumpf geklagt, über die Ohnmacht der kleinen Leute gejammert und behauptet, dass gar Manches zu ändern wäre.
Bietet man jedoch einen offenen Zugang zu einer solchen Möglichkeit, so herrscht vornehme Zurückhaltung!
Selbst als wir begannen, beispielgebende Tätigkeiten zu entfalten, wurden zwar die angebotenen Veranstaltungen konsumiert, aber es kam zu keinem nachhaltigen Austausch.

Kristallquelle TV

Wir überlegen nun ernsthaft, unser eigenes Kommunikationsformat „Kristallquelle TV“ zur Selbstdarstellung auf YouTube einzusetzen. Das Interesse an Lesetexten ist offenbar äußerst gering, also sollten wir es mit anderen Kanälen versuchen. Und Bilder und noch besser, Bilder, die laufen, haben noch selten ihre Wirkung verfehlt.

Kristallquelle, reduziert

Alle, die sich raschen Profit oder Sanierung ihrer Finanzen erhofften, sind mittlerweile wieder weg. Auch jene, die dem Projekt einen kommerziellen Stempel aufdrücken wollten oder sich einen Arbeitsplatz erhofften. Manche sind durch ihre Lebensbedingungen überfordert und haben einfach keine Zeit. Vielen fehlt das Bewusstsein, dass sie zur erwünschten Veränderung ihren Teil beitragen sollten. Und schließlich sehen wir uns bei vielen Menschen mit einer Passivität von erschreckenden Dimensionen konfrontiert, die verschiedene Wurzeln hat. All das wollen wir nicht bewerten. Es ist, wie es ist…

Kurzum, zur Zeit fungiert lediglich ein weibliches Wesen als selbsternannte „Hüterin der Kristallquelle“, möchte also das Projekt aufrechterhalten und wartet, ob sich Aktive finden und die „Angebote“ zunehmend genutzt werden – oder ob weitergedümpelt wird wie bisher. Nicht etwa, dass wir uns regional an Vergleichbarem messen müssten oder anderen Projekten im Weg stünden! Es gibt kein annähernd vergleichbares Projekt in unserer Region.

Ist die Zeitqualität eine des Auseinanderdriftens? Ziehen sich immer Menschen in ihr Schneckenhaus zurück? Das dürfte nicht zutreffen, denn… Wir beobachten große Reiselust und starke Sport- und Fitnessaktivitäten. Und man spricht von einer wahren „Künstlerschwemme“, und klar, auch berufliche Weiterbildung ist legitim und wichtig. Riesig scheint auch das Getümmel im Bereich Esoterik und Wahrheitssuche zu sein, ein zweischneidiges Schwert wie so Vieles im Leben. Kurzum, es tut sich und von „neuem Biedermeier“ keine Spur.

Auf der Meta-Ebene tätig und nicht Unterhaltungsprogramm

Nun, ausdrücklich sei’s noch einmal erklärt: Die Nachhaltigkeitsakademie mit all ihren zusätzlichen Einrichtungen und Netzwerkpartnern will nicht in diesem Reigen mittun, sondern dient zum Reflektieren dieser Phänomene. Sie vermittelt Impulse über den Tellerrand hinaus und sieht sich als ganzheitlichen Treffpunkt. Auch wenn dieser Begriff erst erfasst werden muss! Schicksal der Pioniere…

_DSC2871Zentral im Projekt ist der Wille, Menschen mit unterschiedlichen Qualitäten und Weltanschauungen an einen Tisch zu bringen. Das soll erreicht werden mithilfe von Veröffentlichungen und Veranstaltungen, die verschiedene Projekte, Initiativen und Philosophien zu Wort kommen lassen. Für viele ist eine solche Einrichtung erste „Übungswiese“ für einen öffentlichen Auftritt, und auch das ist erwünscht.

Es bringt aber nicht viel, wenn Permakultur-AnhängerInnen selektiv nur zu Permakultur-Treffen kommen und Gesundheitsbewusste nur zu Gesundheitsvorträgen. Dazu bedarf es einer Nachhaltigkeitsakademie nicht, die ein Ort der Begegnung sein will, Brücken bauen, Gedankenaustausch und Netzwerken ermöglichen will. Es gibt zuhauf Vereine für Bienenzüchter, Briefmarkensammler, Tennisspieler, Musikvereine… Darum geht es nicht.

Gemeinschaft und Zusammenarbeit, das bedeutet auch für Themen offen zu sein, für die sich andere interessieren. Sich zumindest ein Bild davon verschaffen zu wollen. Noch dazu, wenn der Zugang für alle frei ist und sich die Bitte um Kostenbeiträge auf den Ersatz der reinen Fahrtspesen beschränkt! Da sollte man sich doch über die Möglichkeit freuen, viel Neues zu erfahren, um anschließend zu entscheiden, was man davon in sein Leben integrieren will.

Man könnte sich mit solchen Ideen und Plänen oft als einsamer Rufer in der Wüste fühlen! Doch der Aktions- und Kulturtag 2016 am 3. Juni zeigte, es gibt Hoffnung. Es gibt Interesse, seine Projekte vorzustellen und man ist bereit, andere Projekte kennenzulernen. Es tut sich viel dieser Art auch anderswo. Hierzulande ist doch noch ein bisserl „Entwicklungsgebiet“. Aber es geschieht viel, um die europäischen Regionen erstarken zu lassen, allein schon weil es anders nicht mehr geht, und deshalb sind wir optimistisch. Wünschenswert wäre nun noch mehr Zusammenarbeit als bisher, doch da die meisten von uns dies ihr ganzes Leben lang nicht praktizierten, muss ein gedeihliches Miteinander erst einmal erlernt werden.

UBUNTU ist da!

Nun trat auch in Österreich vor kurzem eine weltweite Bewegung in Erscheinung. Ihr Name: UBUNTU. In ihr können wir unseren Weg erkennen, uns mit den Zielen identifizieren. Die unabhängige UBUNTU-Bewegung baut genau auf diesem Miteinander auf, das auch wir als Basis verstehen. UBUNTU stellen wir in unserem Nachhaltigkeitskatalog vor.

So bekommen wir erfreulicherweise Unterstützung einer rührigen internationalen Bewegung und verstehen uns freudig als regionaler UBUNTU-Stützpunkt, denn wir wollen ein- und dieselben Ziele verwirklichen.

Nach viel Bedauern und Herzschmerz ist das ein großer Lichtblick, denn wir sind viele – und nicht ein einsames Einhorn…

Weitere Treffen

_DSC2874Sobald sich wieder mehr Interesse regt, finden wieder kleinere und größere Treffen statt. Allerdings werden anders als bei den ersten Monatsstammtischen ReferentInnen  nur ausnahmsweise angekündigt werden. Jeder, der etwas einbringen will, bekommt Gesprächszeit.

Und dann bleiben noch die Träume vom regionalen Forum und von Tagungen. Bis dahin sind wohl noch viele kleine Schritte zu gehen.

Kontakt:

Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle und assoziierte Projekte: https://akademiestegersbach.wordpress.com/kontakt/

Michael Gosch, UBUNTU-Sprecher – http://michaelgosch.com/ – und weitere Seiten (Google) – wir werden Michael Gosch auch auf unseren Seiten vorstellen.

Der Name „Kristallquelle“

Der Name Kristallquelle, den viele fälschlich „esoterisch“
deuten, wird hier erklärt: https://akademiestegersbach.wordpress.com/statements-der-kristallquelle/ist-die-kristallquelle-eso-links-oder/

Unser voller Name, der allerdings höchst selten verwendet wird,lautet: „Stegersbacher Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle“ (bezogen auf den Gründungsort)