Ein Name, ein Ziel

Basisinfo KQBasisInfoDez2013:

Die Kristallquelle – ein Name, ein Ziel

Lygia Simetzberger, Dezember 2013

Im Herbst 2012 wurde das Projekt Kristallquelle mit einem ganzen Bündel von Teilprojekten gestartet. Die Gründung erfolgte in Stegersbach im Südburgenland, daher der ursprüngliche Name „Stegersbacher Akademie“.

Eine Basis-Bewegung

Eine kleine Schar entschloss sich zu dieser Initiative, da ihrer Meinung nach im Südosten Österreichs ein Forum zum Gedankenaustausch, aber auch für Zusammenarbeit, fehlte. Es hatte bereits einen Gesundheitsstammtisch „Forum Zeitenwende“ gegeben, der gerne besucht wurde. Diese Tradition sollte fortgesetzt werden, mit allerlei damit verbundenen Visionen und Zielen – aber dennoch wusste man nicht ganz genau, wohin die Reise ging.

Die Grundidee: Menschen, die ihr Wissen und Können weitergeben und sich untereinander austauschen wollen, schaffen sich einen regelmäßigen Treffpunkt und setzen miteinander die unterschiedlichsten Projekte um.

Von Anfang war klar, dass die sogenannte „Akademie“ der Wissensvermittlung dienen sollte, aber nicht wie eine herkömmliche Institution, sondern von der Basis getragen. Nachhaltigkeitsakademie – nun, unter dieser Bezeichnung findet sich im Internet extrem Unterschiedliches. Die Kristallquelle nennt ihre zentrale Einrichtung so, weil sie auf Nachhaltigkeit setzt – beim Wirtschaften, bei der Kontaktpflege, bei der Berichterstattung.

Begegnungen

Der Name „Kristallquelle“ ist Symbol für eine Stätte, an der man sich laben und stärken kann. Kristalle haben, so sagt man, aufgrund ihrer wohlgeordneten Struktur ein harmonisierendes Schwingungsfeld. So sollten auch wir im Einzelnen, aber auch im Kollektiv wirken: mit unseren Energien einen förderlichen Beitrag für unser Umfeld leisten. Doch nicht knochentrocken und ernst, ganz im Gegenteil sollen die Begegnungen froh und entspannt verlaufen und zu unserem eigenen Wohlbefinden beitragen.

Organisation

Was konnte bisher verwirklicht werden? Sind wir auf dem eingeschlagenen Kurs? Und wer, bitte, ist überhaupt dieses „Wir?“

Ein Organisationsteam sorgt dafür, dass die Quelle sprudelt. Ein wesentlicher Teil der Basisbewegung, die gemeinnützig und völlig ehrenamtlich arbeitet, vollzieht sich in Form von stetigem Netzwerken und durch Informationstätigkeit im Internet. In der Öffentlichkeit zeigt sich die Nachhaltigkeitsakademie Kristallquelle mit ihrem gleichnamigen Gesundheitsstammtisch, mit themenbezogenen eigenen Veranstaltungen und durch Unterstützen und Organisieren weiterer Veranstaltungen. Wobei es der Initiative nicht ums Veranstalten geht, sondern um die Möglichkeit der Vermittlung zeitgemäßen Wissens und um Möglichkeiten zum Netzwerken.

Veranstaltungen

Seit September 2012 wurden monatlich Stammtische in mehreren Bezirken gehalten (mit einer Sommerpause). Es fanden Sonderveranstaltungen statt und wurden Arbeitskreise gegründet. Ein Ressourcen- und ein Event-Informationsdienst laufen kontinuierlich im Rahmen des Möglichen. Da die einlangenden Termine aus dem Kontaktkreis und sonstigen Ankündigungen und Berichte bisher nur von einer einzigen Person verfasst wurden, ohne Budget und ohne professionelles Webdesigner-Fachwissen, ist dieser Dienst simpel und kann und will auch die regionalen Medien nicht ersetzen, sondern ist als Ergänzung gedacht.

Hier kann kostenfrei und jenseits des Mainstreams publiziert werden, gibt es die Möglichkeit, sich und seine Talente und Anliegen vorzustellen.

Netzwerken

Austausch und Kooperation mit anderen Netzwerken wird gelebt. Dazu zählen auch gegenseitige Besuche und Arbeitsgespräche. Dadurch entdecken wir Parallelen, ersparen uns viel Aufwand und können dann und wann Veranstaltungen gemeinsam bewerben oder organisieren.

Themen

In vielen Regionen formieren sich ähnliche Gruppen. Immer mehr Menschen übernehmen Eigenverantwortung und wollen aktiv ihr Umfeld mitgestalten. Die Standardthemen sind überall ähnlich: der Themenbereich Gesundheit im weitesten Sinn mit Selbsthilfe, Sinnsuche, Kreativitätsförderung, Kochen und Ernährung, weiters das Thema Permakultur – ebenfalls weitreichend von Landwirtschaft und Ökologie bis zu gemeinsamem Wirtschaften und der Verwertung eigener Produkte. Das dritte Standardthema sind „Gesellschaft und Wirtschaft – mit brisanten Themen wie Geldsystem, Bildung, Interessenvertretung, Entscheidungsfindung, Individualität“. Der vierte Bereich ist schließlich Kunst und Kultur gewidmet. Die Kristallquelle bietet Künstlern, selbstverständlich auch Hobbykünstlern, Möglichkeit sich in kleinem familiären Rahmen vorzustellen.

Flexibel und offen für alle

In einer Zeit des Umbruchs und rasanter Veränderungen benötigen wir regionale Anlaufstellen. Viele Menschen wollen sich nicht nur sinnentleert treffen, sondern sich informieren und Praktisches lernen. Dazu dienen allerlei Einrichtungen. Wir arbeiten ohne jegliches Budget, sind dadurch flexibel. Besteht an einem Thema Interesse und findet sich ein Referent, kann die Kristallquelle eine Veranstaltung anberaumen – zum Schnuppern, zum Austauschen. Es können kontroverse Themen Bühne bekommen – im Grunde jedes beliebige Thema, das nicht gesetzwidrig oder ethisch bedenklich ist. Das Projekt ist überkonfessionell und überparteilich organisiert und signalisiert Offenheit.

Dezentral, daher mobil

Der Südosten Österreichs ist eine hügelige Region mit Streusiedlungen, zahlreichen Dörfern, die durch ein enormes Wegenetz miteinander verbunden sind. Es gibt keinen zentralen Ort, sondern mehrere kleinere Zentralen.

Wie bereits andere Initiativen zuvor, kann auch dieses Projekt nur in Schwung bleiben, wenn es flexibel und mobil ist.

Kontakt

Die Treffen finden daher an verschiedenen Orten statt, um einmal für die einen, dann wieder für die anderen Teilnehmer leichter zu erreichen sein.