Prof. Franz Hörmann Eltendorf 05 03 2013


Bericht vom Vortrag von Franz Hörmann in Burgau am 6. März 2013

P r o f .   F r a n z   H ö r m a n n 

„Die Schöpfung und Erschöpfung des Geldes“

ls/2013. Am Dienstag, dem 5. März 2013 fand in der Uhudlerei/Kirchenwirt Mirth in Eltendorf eine Doppelveranstaltung statt, die von der Stegersbacher Akademie (Organisatorinnen: Lygia Simetzberger, Elke Schmölzer) in Zusammenwirken mit dem Software-Unternehmen Crealiity und dem unabhängigen Netzwerk Human Way organisiert wurde.

Beim viereinhalbstündigen Crealiity-Workshop wurde anhand von professionellen Arbeitsmaterialien nach Zielen, Wünschen, Visionen und persönlichen Talenten der an die zwanzig Teilnehmern und Teilnehmerinnen sondiert. Seminarleiterin Mag. Salwa Maghsood, aus Wien angereist, führte straff durch das dichte Programm, das mit Bewegungsübungen aufgelockert wurde. Besonders eindrucksvoll, wie viele Potenziale bereits innerhalb kürzester Zeit zutage traten und dass sich in kurzen Gruppenarbeit sehr effiziente Möglichkeiten auftaten. Auch Unternehmen und Interessengruppen sehr zu empfehlen. Auf dieser Basis kann auch effizient an gemeinsamen Problemlösungen, Zielen, Projekten gearbeitet werden.

Gegen 17 Uhr gesellte sich Prof. Franz Hörmann, der dieses Training unterstützt, zur Runde.

Am Abend referierte Prof. Franz Hörmann nach einleitenden Worten von Dr. Lygia Simetzberger, Leiterin der Stegersbacher Nachhaltigkeitsakademie, Begrüßungsworten von DI Michael Gosch, Human Way und Terminhinweisen von Gernot Gauper, Human Way, mit dem ungeheuren Elan, der seiner Anhängerschaft vertraut ist. Er sprach spannende vier Stunden ohne Pause und mit mitunter atemberaubenden Inhalten. Der geräumige Saal erlaubte es dem gebannt lauschenden Publikum, sich ab und zu nach draußen zu gehen, sich die Beine zu vertreten und zu erfrischen.

Inhaltlich kann der Vortrags inhalt dank Aufzeichnung auf YouTube und auf Prof. Hörmanns Webseite nachgelesen werden, und das ist auch gut so. Auch wenn man den Vortrag bereits mehrmals gehört hat, so sind die Darlegungen sehr anspruchsvoll und verlangen den Zuhörenden ab, sich von einem lange vertrauten Weltbild zu verabschieden. Das kann mitunter schon anstrengend und unbequem sein.

Allerdings, so war nach dem ersten Exkurs über das gängige Geld- und Buchungssystem bald auch dem kritischesten Gast des Vortrags klar – wir werden uns von dem bisherigen System verabschieden müssen. Es ist gewissermaßen enttarnt, und dies keineswegs nur von Prof. Hörmann, sondern von vielen weltweiten Aufklärern. War es vor einem knappen Jahr noch ein absolutes Un-Thema, sich über die Vision einer geldlosen Gesellschaft zu unterhalten. So scheint dies jetzt schon fast in aller Munde zu sein.

Prof. Franz Hörmann (übrigens nach einer völlig absurden Suspendierung wieder an der Wiener Wirtschaftsuniversität als ao. Professor tätig) ist allerdings ein Pragmatiker und gegen radikale Brüche. Er hat einen Weg entwickelt, durch Modifikationen der doppelten Buchhaltung (eine Behebung logischer Fehler, denen wir so manches Finanzdebakel verdanken) und durch das sogenannte Informationsgeld-System, abgewickelt über das Sozialversicherungen-Netzwerk, einen sanften Übergang in eine neue Gesellschaft des kooperativen Individualismus (keine Ideologie, keine Parteien-Doktrin!) zu gehen.

Zur Weltlage und zum Stand der Lehre auf unseren Fakultäten nahm sich Prof. Franz Hörmann kein Blatt vor den Mund. Allerdings gibt es absolut kein Motiv für offenherzige Menschen, Herrn Prof. Franz Hörmann Feind zu sein, denn er plädiert mit größter Vehemenz für eine kooperative Gesellschaft, in der durch Förderung der Potenziale aller Bürger und Bürgerinnen von der Wiege auf eine weitaus höhere Lebensqualität erzielbar ist, eine Gesellschaft, in der dank der Neuordnung alle gewinnen.

Während des Vortrages wurden aus dem Publikum Fragen gestellt. Wie könne ein solcher Übergang konkret erfolgen, wann, wie? Wie könne man sich vorbereiten? Besorgte Pensionisten befanden sich im Saal, aber auch Menschen, die eine Veränderung gar nicht mehr erwarten können, und junge Menschen, die sich ausgiebig und ernsthaft mit Wirtschaftsthemen befassen und eigens zu diesem Vortrag aus anderen Bundesländern angereist kamen.

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P r o f .   F r a n z   H ö r m a n n 

„Die Schöpfung und Erschöpfung des Geldes“

Nach welchen Prinzipien kann unsere Gesellschaft funktionieren, wenn das auf Individualtausch basierende verzinste Schuldgeldsystem weltweit abgeschafft wird?

Welche kleinen Schritte können wir heute schon unternehmen, um (friedlich und im Rahmen der heute anerkannten gesetzlichen Regelungen) diese Umstellung vorzubereiten?