Frutura

Geothermie: http://floriandeutsch.wordpress.com/2014/01/25/frutura-geothermie/

http://www.lebensart.at/25-ha-glashaeuser-in-blumau

25 ha Glashäuser in Blumau

26.11.2012:

Zukunft oder Sackgasse?

Der Obstvermarkter Frutura plant den Bau einer 25 Hektar großen Glashausanlage in der Thermengemeinde Bad Blumau. Sie soll Paprika und Tomaten auch im Winter produzieren. Umweltfreundlich, weil die Gewächshäuser mit Thermalwasser beheizt werden sollen. Manfred Hohensinner, Geschäftsführer Frutura, ist überzeugt, dass Arbeitsmarkt, regionale Bauern und Tourismus profitieren werden. Hohensinner: „Das ist ein absolut zukunftsträchtiges Projekt, umweltfreundlicher geht es nicht mehr“.

Kritiker hingegen befürchten Umweltschäden – die Entnahme von zu viel Thermalwasser, eine  enorme Lichtverschmutzung durch die nächtliche Beleuchtung der Bodenfrüchte – und die wirtschaftliche Beeinträchtigung von Fremdenverkehr und kleinstrukturierter Landwirtschaft durch die industrielle Form der Produktion.

Bürgermeister Fritz Handler stellt klar: „Sollte es zu einer Bohrung kommen, dürfen weder Rogner noch andere Thermen einen Schaden erleiden, das geht klar aus dem Gemeinderatsbeschluss hervor.“ Noch liege jedoch kein Einreichprojekt vor. „Wenn eine Einreichung erfolgt, wird geprüft, ob das Projekt in das örtliche und touristische Entwicklungskonzept passt.“

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10.7.2013: Nach Wasserrechts- und Bauverhandlung hängt das Projekt nun in der Luft.

Die Glashäuser würden lt. der Hochwasseruntersuchung der Safen  großteils im 30, bzw. 100 jährlichen Hochwasser errichtet werden. Als Ausgleich für den beabsichtigten Bau von Glashäusern in der Überschwemmungszone will Frutura die Safen  von der Landesstraßenbrücke bis zur Mündung in die Lafnitz auf einer Länge von 1,6 km stark  verbreitern, um alles ankommende Hochwasser schnell in Richtung Speltenbach, Deutsch Kaltenbrunn und Rudersdorf abzuleiten. Das würde natürlich zu höheren Überschwemmungen in diesen Gemeinden führen. Ebenso käme es sogar zu einem Rückstau nach Bierbaum-Süd.

Die wasserrechtliche Verhandlung für die Verbreiterung der Safen auf einer Länge von 1,6 km und die Einleitung der Dach- und Oberflächenwässer in die Safen fand für das Gesamtprojekt von 27 ha Glashausanlage am 27.6.2013 und die Bauverhandlung für ein 6 Hektar Teilprojekt am 10.7.13 statt. Dabei kam zu Tage, dass drei Grundstücke, worüber schon Glashäuser geplant sind, und zwei Flächen, die für die Safenverbreiterung gebraucht würden, von Frutura  nicht erworben  werden konnten und das große Projekt schon deshalb in der Luft hängt.

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