Gemeinnützige Nahversorgung

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Korrespondenz Gemeinnützige Nahversorgung (Offener Brief…)

Mitteilung vom 25.2.2014:

Liebe Gesinnungsfreunde und liebe Mitgestalterinnen und Mitgestalter der Gemeinnützigen Nahversorgung!

Eines meiner großen Ziele ist offenbar bereits erreicht:
Die „Gemeinnützige Nahversorgung“ ist zum „Selbstläufer“ geworden
Immer mehr Menschen nutzen von sich aus das Netzwerk http://www.nahversorgungs.net . Schon über 2000 Zugriffe zeigt die Statistik dieses Jahres bereits an. So viele Menschen könnte ich niemals per Mail- und auch mit keinem anderen Medium erreichen, deshalb kann ich mir erlauben, die Häufigkeit meiner Newsletter zu reduzieren und stattdessen meine Arbeit vermehrt auf die Aktualisierung der Webseiten zu konzentrieren.
Bitte schaut einfach so oftmals unter http://nahversorgungs.net/aktuelles.html nach, dort findet Ihr auf schnellstem Wege die aktuellsten Einträge. Und bitte schaut auch immer nach auf http://new.okfnpad.org/p/nahversorgungs.net dort findet Ihr laufend ganz wichtige und interessante Links zu den aktuellsten Inhalten und Ihr könnt dort aber auch selbst eigene Inhalte eintragen. Und unter http://nahversorgungs.net/veranstaltungen.html findet Ihr rasch interessante Veranstaltungen zu unserem Thema.
Und bitte beteiligt Euch so oft als möglich an Nachhaltigkeits-Veranstaltungen in euren eigenen Regionen, Ihr werdet staunen so wie ich, wie viele Menschen zu solchen Veranstaltungen kommen. Ich erlebte Veranstaltungen in Birkfeld und Leibnitz, die LobauerInnen in Wien, eine Tagung in Wels und bin überwältigt von den konkreten und nachhaltigen Ergebnissen dieser Veranstaltungen. Ich fühle es – ein allgemeiner Durchbruch bahnt sich an.

Gemeinschaftlich organisierte Direktvermarktung als Übungsbeispiel unserer Initiative.
Die Überzeugung, dass wir mehr regionale Kooperation brauchen ist vielfach schon vorhanden, entscheidend ist jetzt wie gut jeder/jede Einzelne es schaffen wird, diese kooperative Gesinnung auch in die Praxis umzusetzen. Beispiel: Ein Obstbauer kann derzeit leider nicht vom Ab-Hof-Verkauf „leben“, weil ja sogar die unmittelbaren Nachbarn immer noch lieber Äpfel beim Supermarkt einkaufen, obwohl diese dort teurer- und in der Regel auch auch unreif und deshalb fast geschmacklos und ungesund sind und obwohl man nicht nachvollziehen kann, mit wie viel Chemie dieses Obst belastet ist.
Es ist natürlich nicht sinnvoll, dass jeder Konsument und jede Konsumentin extra zum Biobauern aufs Land fährt, um dort einige Äpfel einzukaufen, obwohl der Weg dorthin oft kürzer ist als zum nächsten Supermarkt – im Supermarkt bekommt man dafür aber „alles“ (- auch das was man eigentlich nicht braucht und kaum echte „Lebensmittel“ sondern Industrieprodukte, die uns eher schaden als nützten – „aber das ist eine andere Geschichte“). Genauso wenig Sinn macht es, wenn Biobauern den Großteil Ihrer Zeit und ihrer Energie dafür ver(sch)wenden müssen um „Hausierer“ zu spielen. Deshalb sind Bestellsysteme- und vor Allem die Bauernmärkte immer beliebter werdende Erfolgsmodelle geworden.
Ein Musterbeispiel der „Solidarischen Ökonomie“ ist Milli’s Bio-Oase in Kirchbach – http://www.bio-oase.at
In Kirchbach hat sich eine Gruppe von Biobauern zu einer solidarisch organisierten Marktgemeinschaft vereinigt. Jeder Biobauer verkauft dort jeden zweiten Samstag seine echten, selbst hergestellten „Lebensmittel“ direkt an die Verbraucher und es haben sich längst schon persönliche Vertrauensverhältnisse- und sogar schon echte Freundschaften gebildet. Ähnlich funktioniert auch der ebenfalls auf Basis der Solidarischen Ökonomie organisierte „Biobauernmarkt im CITYPARK“ der jeden Freitag in Graz stattfindet.
Ein anderes Erfolgsmodell und das Musterbeispiel einer Einkaufsgemeinschaft ist  http://www.fairapples.at in der Stadt Salzburg.
Hier haben die Konsumentinnen und Konsumenten die Initiative ergriffen. Es wird einmal monatlich gemeinschaftlich bestellt und auf Paletten, per Spedition zum Verteilerpunkt in die Stadt geliefert und binnen Stunden dort von den Bestellern abgeholt. Andere Einkaufsgemeinschaften sind schon längst aktiv- oder bilden sich gerade neu, beispielsweise in Kärnten, in Wien und an vielen anderen Orten.
Oliver Hönigsberger, ein EDV-Experte aus Ossiach in Kärnten hat das geniale http://www.fairnette.at Bestell- und Kontakt-System geschaffen
Ein Landkartengestütztes Informationssystem, das den Suchenden immer zuerst die nächstgelegenen Angebote zeigt und das von den Anbietern selbst aktiv zum Anbieten ihrer Produkte genutzt werden kann. In weiterer Folge könnte dieses „faire und nette“ Netzwerk auch zur Vernetzung von Menschen und von aktiven Gruppen ausgebaut werden.
Foodkoops und CSA-Systeme sind ja bereits weltweit erprobte, gut funktionierende Kooperationsgemeinschaften, die neben vielen anderen Möglichkeiten über http://nahversorgungs.net/nahversorgung.html gefunden und hoffentlich auch eifrig genutzt werden können.
Ein praktisches Übungsbeispiel: Die Direktvermarktung von über 30 Tonnen Äpfel
Für die Hofgemeinschaft http://nahversorgungs.net/hofgemeinschaft_schirnitz.html ist dies es eine wirtschaftliche Überlebensfrage für vier hauptberuflich von einer 16 Hektar-Landwirtschaft lebenden Hofgemeinschaft. Und für uns als Gesinnungsgemeinschaft der „Gemeinnützigen Nahversorgung“ ist es eine Möglichkeit, diese Gesinnung auch in praktisches Handeln umzusetzen. Wenn wir uns im persönlichen Umfeld nach gleichgesinnten Menschen umschauen und die Grundidee von „Versorgungs-Gemeinschaften“ verbreiten, dann helfen wir damit allen beteiligten und uns selbst – und am allermeisten der
Verbreitung der Zukunftsvision eines neuen solidarischen und kooperativen Wirtschaftssystems.

Die Zukunft hat bereits begonnen mit dem neu geschaffenen
„EINSTEIGER – NETZWERK“
http://www.einsteiger.net
Meine intensiven Reiseaktivitäten der letzten Tage, mit so vielen Veranstaltungen und die intensiven Kontakte mit klugen und kooperativen Menschen und Organisationen aus ganz Österreich und auch aus Nachbarländern wie Bayern und Slowenien haben als sichtbares Ergebnis dieses neue Netzwerk hervorgebracht.
Es geht um den Einstieg in ein neues kooperatives Wirtschaftssystem, dessen Grundzüge man bereits unter der von mir angemeldeten neuen Domain http://www.einsteiger.net nachlesen kann. Ich bitte um Unterstützung und um Mitarbeit bei der Gestaltung und Wartung dieser neuen Webseite, die vorerst einmal als Sammelbecken von Menschen dienen soll, die nicht „Aussteiger“- sondern „Einsteiger“ in ein neues menschlicheres Wirtschafts- und Sozialsystem werden möchten.

Die Webseite Versorgungs Gemeinschaften – http://nahversorgungs.net/gemeinschaften/index.html – habe ich gründlich umgestaltet und aktualisiert
– es zahlt sich bestimmt aus, sich dort ausgiebig umzuschauen und Anregungen und Hilfestellungen für eigene Aktivitäten abzuholen. Besonders aufschlussreich sind bestimmt die vielen dort beispielhaft gelisteten Initiativen und natürlich auch die sorgfältig ausgewählten Links unter http://nahversorgungs.net/gemeinschaften/links.html
– eine echte Fundgrube „für Menschen, die Kooperation und Gemeinschaft suchen“.

Das Thema „Pestizidfreie Landwirtschaft“
verbreitet sich ebenfalls immer mehr in der Öffentlichkeit und im gleichen Maße nimmt die kritische Haltung gegenüber „Industrie-Bio“ unaufhaltsam zu, weil die Konsumenten ganz einfach nicht mehr mit Halbwahrheiten und und mit Werbetricks getäuscht werden wollen. Aus leidvoller Erfahrung , die ich selbst als Mitglied der Hofgemeinschaft Schirnitz – http://nahversorgungs.net/hofgemeinschaft_schirnitz.html – machen musste, ist nun ein in seiner Bedeutung kaum zu überschätzender Fortschritt für die nachhaltige Landwirtschaft hervorgegangen. Die intensive Zusammenarbeit mit dem http://www.umweltbund.de führte zur Erkenntnis:
!!! Holzasche kann Pestizide ersetzen !!!
Holzasche ist ein uraltes erprobtes Naturprodukt, das auch im Bio-Landbau als Düngemittel erlaubt ist und das gleichzeitig auch Schutzwirkungen gegen Bakterien und schädliche Pilze entwickelt. Holzasche ist genauso wirksam wie Branntkalk und man kann über entsprechende Anwendungsmethoden auf sämtliche Pestizide und auch auf alle Chemischen „Mittelchen“ verzichten. Im Detail kann man sich darüber auf der Webseite – http://nahversorgungs.net/pestizidfrei/index.html informieren. Diese Webseite werde ich in Kürze noch erweitern und aktualisieren.

Das dritte Treffen unseres Kernteams – zum Zwecke des persönlichen Kennenlernens:
Wir nutzen den Veranstaltungs-Termin 13. März, im Gemeindehaus St. Josef ob Stainz und treffen uns um 17 Uhr – vor dieser Veranstaltung:
Robert Kranzler und weitere sehr kompetente Leute erarbeiten „Gesetzliche Grundlagen zur Neuorganisation der Regionalen Landwirtschaft“. Der Vortrag bringt eine ausführliche Analyse und auch konkrete Lösungsvorschläge. Möglicherweise können auch schon schon praktisch umgesetzte Projekte vorstellt werden. Vorweg nur so viel: Ziele sind unter Anderem die Abschaffung der doppelten Sozialversicherung die für Nebenerwerbslandwirte ruinös sind – aber auch die Eingliederung von Menschen ohne Arbeitsgenehmigung in eine legale Erwerbstätigkeit und auch reguläre Verdienstmöglichkeiten aus „Selbstständiger Arbeit“ ….

Die dritte Lehrveranstaltung der UNI-GRAZ startet bereits Anfang März im Impulszentrum KB5 in Kirchbach
Zu den Themenbereichen gehören die Gemeinnützige Nahversorgung, die Pestizidfreie Landwirtschaft und die Suche nach neuen Möglichkeiten zum Aufbau von neuen regional organisierten, nachhaltigen Wirtschaftsstrukturen. Ich freue mich schon auf die intensive Zusammenarbeit mit den Studenten und Professoren der Universität Graz und auf die Einbindung der Gemeinden unserer Region und auch der Vulkanland-Organisation und auf rege Teilnahme der interessierten Bevölkerung. Die Veranstaltungstermine werde ich bekanntmachen sobald diese terminlich fixiert sind

Ich grüße Euch alle recht herzlich und wünsche Euch einen energiereichen Start in einen hoffentlich bald beginnenden prachtvollen Frühling
Alois Kemmer

Mitteilung vom 24.8.2013:

Liebe Mitgestalterinnen und Mitgestalter der Gemeinnützigen Nahversorgung!

Ich hoffe, einige von euch nutzen wiederum die Gelegenheit für ein persönliches Treffen am Montag, 26. August 2013, im Haus Kb5 in Kirchbach.
Bitte glaubt mir, diese Treffen, mit einem intensiven Meinungsaustausch und mit der Behandlung individueller Situationen sind sehr wichtig für die Weiterentwicklung und Festigung der Gemeinnützigen Nahversorgung.
Anhand von konkreten Fallbeispielen lässt sich die Richtigkeit oder zumindest die Brauchbarkeit unserer Lösungsansätze am Besten überprüfen und vielfach auch anpassen. Resultate sind nachahmenswerte „Musterlösungen“ – die möglicherweise schon sehr bald ganz dringend gebraucht werden.
Ich denke, wir sind unserer Zeit voraus.
In unseren Kreisen zweifelt kaum jemand daran, dass wir uns unmittelbar vor einer ZEITENWENDE befinden. Ein extrem hoher Prozentsatz aller Menschen beginnt zwar langsam zu ahnen — aber man verdrängt solche „unangenehme“ Gedanken.
Für viele von uns sind Gedanken an ein gänzlich neues Wirtschafts- und Sozial-System überhaupt nichts unangenehmes. Ganz im Gegenteil – das derzeitige System erscheint uns „unangenehm“ und wir suchen gemeinsam nach besseren Alternativen: Mit richtigem Feuereifer arbeiten wir nun schon das zweite Jahr lang an Modelllösungen, die derzeit von vielen Menschen noch als „Utopien“ belächelt- oder als bloße „Spinnereien“ abgetan werden.
Gerade jetzt – noch vor der vermuteten „Zeitenwende“ – haben wir Gelegenheit, ganz ohne Not und ohne Stress mit dem Aufbau einer viel menschlicheren Lebensweise und Wirtschaftsweise zu beginnen und wiederum kleinere Strukturen aufzubauen, die in Zukunft viel besser funktionieren werden, als das vermutlich schon bald kollabierende System der ausufernden Gigantonomie.
Wir bauen auf Kooperation und auf persönliches Vertrauen.
In Zeiten eines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbruches ist nichts wichtiger als rasch Alternativen zu finden, die besser sind als das untergehende System und auch viel besser als das Faustrecht, das ja sehr bald droht, sobald die Situation ausweglos („alternativlos“) erscheint.
Bitte tragt die Gesinnung der Gemeinnützigen Nahversorgung weiter.
Wenn wir jetzt schon beispielhaft in vielen Regionen damit beginnen, intensive menschliche Vertrauens-Beziehungen und kleine, autonom funktionierende Selbstversorgungs-Strukturen zu gründen, dann sind wir in jedem Falle gut gerüstet für die Zukunft – ganz egal ob mit- oder ohne „Zeitenwende“.
Mein Heimatort Kirchbach in der Steiermark ist in dieser Hinsicht schon recht gut gerüstet.
Hier gibt es die http://www.bio-oase.at – heute hatten wir wieder einen der immer beliebter werdenden Bio-Bauernmärkte … es kommen Leute von weit her um einzukaufen, aber auch um zu schauen wie das bei uns funktioniert und um mit den Biobauer zu reden, die persönlich ihre Produkte anbieten und das Vertrauen der Kunden gewinnen. Persönliches Vertrauen von Mensch zu Mensch, das schlussendlich mehr zählt als jedes Zertifikat. (Heute waren beispiesweise sehr interessierte Gäste da, aus Nürnberg und aus Barcelona …).
Bei uns im Ort gibt es neben zwei Supermärkten auch noch zwei kleine Kaufhäuser, eines davon mit einer inzwischen sehr beliebten „Bauernecke“. Und es wurde kürzlich noch ein Bauernladen im Ort eröffnet und ein Supermarkt beherbergt einen Bauern-Verkaufsstand auf dem Parkplatz. Nahe Kirchbach gibt es einen weiteren sehr gut gehenden Bauernladen – der angeblich in Kürze sehr großzügig ausgebaut werden soll. Die heimische Landwirtschaft beginnt sich offenbar wieder vermehrt auf die Möglichkeiten der regionalen Selbstvermarktung zu konzentrieren. Auch die sehr zahlreichen Gaststätten und viele Gewerbebetriebe sorgen für eine Vielfalt an regionaler Selbstversorgung, die für einen Ort mit weniger als 2000 Einwohnern keine Selbstverständlichkeit ist.

Konkrete Vorschläge für viele andere Regionen:
Beteiligt euch an gemeinschaftlich organisierter Selbstversorgung (Einkaufsgemeinschaften), speziell auch in den Städten
Beteiligt euch an Hofgemeinschaften und an Solidarischer Ökonomie
Investiert Ersparnisse in die klein-strukturierte Landwirtschaft und in die Gründung von Selbstversorgungseinrichtungen
Mit dieser kurzen Zusammenfassung einiger mir sehr wichtig scheinenden Gedanken möchte ich in Erinnerung rufen, dass die Umsetzung dieser Gesinnung der Kooperation und des persönlichen Vertrauens nur über die persönliche Initiative jedes Einzelnen realisiert werden kann.
Bitte berichtet mir über Eure Aktivitäten, Projekte und über eure Erfolge und Teilerfolge, damit wir solche Beispiele über unser Netzwerk – www.nahversorgungs.net – bekanntmachen können – um zur Nachahmung anzuregen.

Liebe Grüße an alle Mitgestalterinnen und Mitgestalter der Gemeinnützigen Nahversorgung.
Alois Kemmer

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