Naturgarten-Projekt „Netzwerk Naturgarten“

Albert-Spitzer
Der Initiator des Naturgarten-Projektes, Albert Spitzer aus Keutschach, Naturliebhaber und Pferdefreund (Tiffany-Hof), von Beruf Angestellter

Vor wenigen Tagen (veröffentlicht im Sommer 2015!) ergab sich ein persönliches Gespräch mit Albert Spitzer, der sich für die Naturgarten-Idee stark macht. Wer den stattlichen Keutschacher, der in Klagenfurt seinem Beruf nachgeht, im Gespräch erlebt und beobachten darf, wie seine Augen vor Begeisterung sprühen, weiß: Er identifiziert sich mit seiner Aufgabe und weiß, was er will.

Ergänzung im April 2016: Der Naturgarten der „Seele“ der Kristallquelle, Lygia Simetzberger its mittlerweile auch Teil des Naturgarten-Netzwerks und versteht sich als erster Stützpunkt dieser Inititative im Burgenland… https://kristallrefugium.wordpress.com/about/

Das Projekt ist sehr umfassend und facettenreich. Daher wird ihm ein kurzer Bericht nicht gerecht werden. Bei Interesse daher bitte von den weiterführenden Links Gebrauch machen!

Natur als Wirtschaftsfaktor – Natur als Lebensgemeinschaft

Als wir das erste Mal vom Naturgarten-Projekt erfuhren, fühlten wir uns an Prof. Dr. DI Anton Moser von der Technischen Univserität Graz erinnert, der im Vorstand des Naturschutzbundes Steiermark tätig ist. Denn dieser setzt sich schon seit vielen Jahren für die Schaffung einer „NaturKultur“ ein. Info: http://www.naturschutzbundsteiermark.at/base/cms/medien/pdf/Naturkultur.pdf. Er betont den Wert einer naturverbundenen Lebens- und Wirtschaftsweise.

Es tut und tummelt sich schon viel in dieser Richtung. Der Permakultur-Gedanke mit Sepp Holzer als internationaler Galionsfigur ist beispielsweise weitere Wegbereiter für einen guten Umgang mit dem Kostbarsten, das es für uns gibt: mit der Natur. Masaru Emoto trat als ein bedeutender Aufklärer in Erscheinung. In Österreich hatten wir mit Viktor Schauberger schon viel früher auf andere Weise einen Wasser-Pionier. Der Einsatz von effektiven Mikroorganismen statt Chemie findet immer mehr Verbreitung – weil er überzeugt. Östliches Wissen, Informationsmedizin wie beispielsweise die Neue Homöopathie nach Körbler zeigen uns, dass wir bisher allzu oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen haben – dass andere, einfachere, schonendere Wege oft sogar besser zum Ziel führen. Die Solidarische Landwirtschaft – bei ihr „sitzen“ Produzenten und Konsumenten „in einem Boot“, bringt einen bewussteren Umgang mit unseren Nahrungsquellen. Forschungsergebnisse im Bereich Pflanzenkommunikation lassen erkennen, dass Pflanzen musizieren und auf unsere Gedanken reagieren. Viele, viele weitere Wege gab und gibt es „zurück zur Natur“, von der wir Menschen uns weltweit immer mehr entfremdet haben. Wir brauchen sie nur beschreiten.

Was für eine Rolle spielt also die Naturgarten-Idee und deren Umsetzung in diesem bunten Reigen? Ganz einfach, Auch hier handelt es sich um einen Beitrag zu mehr Verständnis für die Natur und zugleich eine Maßnahme zur Heilung unserer Umwelt. Dazu mehr. Der Reigen wird dadurch noch bunter. Ein Netzwerk bringt jedoch bessere Zugänge, mehr Kommunikation und Orientierung. Im Kunterbunt der Initiativen, inmitten der täglichen Informationsflut ist es wohltuend, wenn einem wichtigen Schwerpunkt Übersicht verliehen wird und wenn jemand koordinierende Aufgaben übernimmt. Beides ist hier der Fall.

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Almgärtchen auf der Werbutz-Alm, Gailtal, Kärnten, Foto: Lygia Simetzberger

Naturparks gibt es – was aber ist ein Naturgarten?

Großräumig wurden von Menschen mit Weitblick Nationalparks und Naturparks geschaffen, wobei die Bezeichnung Naturpark etwas irreführend ist, dient diese EInrichtung ja dem Schutz von sogenannten Kulturlandschaften. Dann gibt es auch die Naturschutzgebiete. Gepflegte Parks laden zu Naturerlebnissen und Erholung ein und bringen uns Naturschönheit und botanische Raritäten näher. Auch sogenannte Naherholungsgebiete, Schaugärten, Wanderwege, Loipen, Naturlehrpfade, Baumwipfelwege, Moorwege, Teiche, Radwege an Flüssen, Tierparks… eine Vielzahl von Schöpfungen, die uns die Natur näher bringen. Hinzu gesellen sich Bienenschutzprojekte, Blumenwiesen-Projekte, Kunst-Gärten, Skulpturengärten, sogenannte Lebensgärten, kollektive Nutzgartenprojekte im urbanen Raum, und ein Weilchen schon geistert der Begriff „Guerilla Gardening“ herum…

Wie Albert Spitzer vor einigen Jahren erkannte, gibt es zwar weit gefächerte Bestrebungen, den Menschen die Natur näher zu bringen, aber die Bedeutung von Naturgärten ist nicht wirklich in unserem Bewusstsein verankert. Dabei sind Naturgärten das logische Gegenstück zu den Naturparks im privaten und kommunalen Bereich.

Spaltung zwischen Wirtschaftsdenken und natürlicher Lebensweise

Wir alle wissen es: Im Wirtschaftsjargon wird zum Leidwesen naturliebender Menschen lediglich von „Ressourcen“ gesprochen, es geht um Produkte, um Verkauf, nur der Profit zählt. Erst allmählich wird von Landwirten und Juristen akzeptiert, dass Tiere fühlende Wesen sind. Pflanzenwerden noch ein Stückchen länger auf Verstädnis warten…

Dabei hat so mancher Gartenfreund erfahren, dass seine Pflanzen auf ihn reagieren. Veranwtortungsbewusste Bauern und Gärtner gehen mit der Natur respektvoll um.

Die dominierende profitorientierte Haltung (eine Welt ohne Geld wäre möglich, aber ist noch nicht in Sicht…) wirkt sich auf den täglichen Umgang mit Flora und Fauna ab. Wir leben in einem Zwiespalt. Das sei anhand von zwei Beispielen illustriert: Eine Kuh atmet, fühlt, lebt. Sie ist, wie jedermann weiß, mehr als Rindfleisch. Weitere Überlegungen dazu seien dem Leser überlassen. Ein Laubbaum atmet, fühlt, lebt – ist mehr als das Bau- oder Brennholz. So verhält es mit allen Wesen auf diesem Planeten. Einleuchtend. jedes Schulkind versteht das. Doch es wird nicht gelebt. Obwohl wir alle wissen, dass liebevoll gezogenes Gemüse weit besser schmeckt. Der zwiespältige Umgang mit der Natur hat die Welt in eine missliche Lage gebracht. Das Dilemma scheint fast aussichtslos. Gibt es noch Hoffnung? Das Wörtchen „Naturgarten“ ist eine der Antworten darauf.

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Alm-Garten auf der Werbutz-Alm, Gailtal, Kärnten, Foto. Lygia Simetzberger

Was macht eine Garten zum Naturgarten?

Gärten – eine unendliche Vielfalt! Bauerngärten, Kräutergärten, Ziergärten, Themengärten, Biotope, Alpengärten, Zen-Gärten, Obstgärten, Vielzweckgärten, Erlebnis-Gärten… Märchenhafte private Oasen. Verträumte Rückzugsgebiete. Künstlerisch gestaltete Anlagen. Vieles vor neugierigen Passanten wohlbehütet. Viele Gärten sind zu besichtigen, sei es um andere an der Pracht Menschen teilhaben zu lassen, sei es zu Profitzwecken und sowohl als auch.

Was aber ist ein Naturgarten? Sollen besonders naturbelassene Gärten unter einen besonderen Schutz gestellt oder gefördert werden? Darum geht es nicht.

Der Begriff Naturgarten soll weit gefasst sein. So ist Albert Spitzers impulsgebenden Büchern, Vorträgen, Interviews zu entnehmen. Er ließ die Wortmarke „Naturgarten“ vorsorglich zum Schutz gegen Missbrauch schützen. Ihm geht es bei seinem Projekt in erster Linie um Bewusstmachen, Austausch, Anleiten zum Tun – kurzum, um Information. Die Menschen sollen sich wieder deutlich des Wertes von Gärten bewusst werden, in denen es unter möglichst schonendem Eingreifen des Gärtners grünt und sprießt. Lebensräume und Nahrungsquelle für Mensch und Tier sollen diese Naturgärten sein. Mit Futterpflanzen für Bienen, Schmetterlinge, Raupen… Mit Sorge für gute Humusbildung, die einem natürlichen Naturkreislauf dient. Mit Wasser (Teiche, Tümpel) als wichtigem Bestandteil. Ganz gleich, ob man von Permakulturgärten, Naturgärten, Biotopen oder natürlichen Gartenanlagen spricht… Das ist gar nicht wesentlich. Wichtig ist, was geschieht.

Nicht Mensch UND Natur, sondern eine Einheit, von den Menschen liebe- und respektvoll gestaltet und gepflegt.

Definitionen siehe: http://www.dorfwiki.org/wiki.cgi?Naturgarten, http://www.naturgartenaktiv.com, htp://www.netzwerk-naturgarten.net

Das Naturgarten-Projekt – auch als ein Projekt zu verstehen, das der Heilung dient

Naturmediziner Dr. Michael Ehrenberger spricht in seinen Vorträgen von der Kooperationsfähigkeit gesunder Zellen. Funktionieren Zellen nicht mehr richtig, beginnen sie zu entarten und ihr Umfeld bis zur Selbstzerstörung zu schädigen. Übertragen auf die Naturgarten-Idee, sind Naturgärten, wie auch immer in ihrer Vielfalt, mit gesunden Zellen vergleichbare Einheiten, die zur Herstellung eines gesunden Gleichgewichtes dienen. Je mehr sie sich verbreiten, desto besser tut’s dem Organismus Erde…

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Natur, aber auch von Menschen geformte Kulturlandschaften könne ein riesiger Garten Eden sein – es liegt an uns! Werbutz-Alm, Gailtal, Kärnten, Foto: Lygia Simetzberger

Daher bemüht sich Albert Spitzer ganz besonders, Gemeinden für das Naturgarten-Projekt zu gewinnen. Man kann sich leicht ausmalen, was für weitreichende positive Folgen öffentliche Naturgärten in jedem Ort haben. Das soll nicht bedeuten, dass nun alle bestehenden Grünflächen wie etwa in Parks in Gärten umgewandelt werden sollen. Ideal wäre es, wenn zusätzlich Grün-Areale geschaffen und lebensfrohe Gärten angelegt werden können. Eventuell unter Mithilfe von freiwilligen Helfern. Alles ist frei gestaltbar. Gerade das Gestalten ist wesentlich: Wie soll der Garten angelegt werden? Wozu soll er dienen? Gibt es Öffnungszeiten, Betreuung, Gastronomie, einen Laden, Essbares, Spielgeräte, Hängematten?… Beteiligen sich Schulen? Könnte man Saatgut und Ableger von Hobbygärtnern bekommen? Wer ist lokaler „Pate“, Sponsor, Pfleger?

Wie kann man mitmachen und das Projekt unterstützen?

Um die Naturgarten-Idee regional und lokal zu verankern, sind nun Unterstützung und Projektpartner in allen Bundesländern (und natürlich darüber hinaus!) gefragt.

Die Hauptaufgabe ideeller Förderer ist einfach und überschaubar: das Verbreiten und Verständlichmachen der Naturgarten-Idee. Stößt der Gedanke auf Resonanz, können sich bestahenden Gärten anschließen. Ein Garten kann selbstverständlich sowohl ein Permakultur-Garten als auch ein Naturgarten sein! Es kann der Wunsch nach der Realisierung eines kollektiven/kommunalen Naturgartens entstehen. Es können sich eigenständige Naturgarten-Kreise bilden – regional, lokal… Die Eintragung in ein Naturgarten-Verzeichnis ist möglich.

Unentbehrlich ist wie überall auch die Unterstützung in Form von finanzieller Förderung. Sponsoring ist beispielsweise in Form von Buch-Partnerschaften möglich. Mehr dazu siehe http://www.netzwerk-naturgarten.net/?p=689 – Gerne angenommen werden Text- und Bildbeiträge, wie dies bereits bei den bisherigen Publikaitonen der Fall ist.

Albert Spitzer hat bereits zwei inspirierende Büchlein zum Thema herausgegeben und betreut zwei Webseiten*. Er fand bereits zahlreiche Unterstützer. Künstlerisch-kreative Arbeit beziehungsweise Symbiosen aus Kunst und Naturgarten bedeuten ihm persönlich viel.

Zusammenfassend kann gesagt werden:

Ein idealistisches Projekt, das den Wert möglichst naturbelassener Gärten noch mehr ins Blickfeld rückt. Gemeinden, die sich beteiligen, kann es mehr Lebensqualität und mehr Attraktivität bescheren. Das Gemeinschaftsleben wird intensiviert. Ein guter Grundgedanke, dessen Verwirklichung Zukunft hat.

Albert Spitzer

Bei Interesse für dieses wunderbare Projekt:

Initiator: Albert Spitzer (Biografie http://www.netzwerk-naturgarten.net und Portät hier http://www.dorfwiki.org/AlbertSpitzer)

Bücher:

Kontakt zum Naturgarten-Projekt über die Kristallquelle oder besser gleich direkt:

Albert Spitzer
Höhe 18
A-9074 Keutschach
Tel: +43 676 6117383
eMail: albert.spitzer (at) gmail.com
Internet: www.dasherzvonkaernten.at
www.netzwerk-naturgarten.net

 

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