Gemeinwohlökonomie – Ideologie oder Chance?

Diese geistige Schöpfung von Herrn Christian Felber findet in ganz Österreich SympathisantInnen. Wir weisen auf das Projekt „Gemeinwohlökonomie in Fürstenfeld“ als Projektvorstellung 10 hin (unser Artikel vom 7. März 2017) und errichten zeitgleich eine eigene Seite Gemeinwohlökonomie Fürstenfeld

Informationen aus erster Hand:

  1. Christian Felber: https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Felber
  2. http://www.christian-felber.at/schaetze/gemeinwohl.pdf
  3. 02-felbergemeinwohlokonomie-th pdf
  4. https://www.ecogood.org/de/

Unser erster Eindruck bei einer Präsentation im Grabher-Haus ist hier kurz umrissen.

Gemeinwohlökonomie – Ideologie oder Chance?

Nach einem ersten persönlichen Kontakt und nachträglicher – zugegebenermaßen wegen anderen Aufgaben nur kurzer Recherche – ist unser vorläufiger Eindruck ein recht vorsichtig-optimistischer.

Nach Lesen des Programms der Gemeinwohlökonomie und der Vergleich mit einer kritischen Analyse im Auftrag der österreichischen Wirtschaftskammer, auf die hier ebenfalls verweisen sei >> Dossier_2013-08_Gemeinwohloekonomie pdf und aufgrund des „Bauchgefühls“ bei der ersten Direkt-Kontaktaufnahme haben wir uns vorläufig zu etwas Reserviertheit entschlossen.

Nicht alles dürfte Gold sein, was anfänglich glänzt. Bei näherer Betrachtung kann sich nach unseres Einschätzung aus durchaus gut gemeinten Ansätzen nur nachhaltig Gedeihliches entwickeln, wenn einige Bereiche überdacht und weiterentwickelt werden. Dieses Enwicklungspotential ist aber durchaus gegeben.

Sich mit Details kritisch auseinanderzusetzen, ist uns zur Zeit leider nicht möglich. Was uns am meisten skeptisch stimmt, ist die frappierende Ähnlichkeit mit bereits durchgekauten Ideologien. Einige Spielregeln sehen ja neu aus, aber gab es nicht schon „Ismen“ dieser Art?

Unsere Akademie hat sich von Anfang an als ideologiefrei bezeichnet, aus gutem Grund. Eine Ideologie kann immer nur eine Seite einer Medaille sein!  Mag der Grundgedanke auch noch so edel sein, so wird doch außer Acht gelassen, dass erneut Ungleichgewichte heraufbeschworen werden.

Die Lösung kann nur sein, dass man sich von Ideologien fernhält. Bedarf es denn bei einem natürlichen Zusammenwirken von Menschen einer Ideologie? Wir sehen ganz im Gegenteil täglich aufs Neue, dass Ideologien unnötige Konflikte heraufbeschwören. Wenn man so will, müsste wahrlich der so häufig zitierte „kategorische Imperativ“ als Regel im Zusammenleben genügen.

Bedarf es normierter Vorgaben, wenn wir wieder auf ein normales Miteinander zurückkommen möchten? Braucht man wirklich generelle Spielregeln – neue Gebote und Verbote? Wäre es stattdessen nicht sinnvoller, dass sich diese Regeln in einer Gemeinschaft guten Willens stillschweigend entwickeln, wobei sie von Ort zu Ort durchaus verschieden sein können?

Wir können dies vorerst nur im Raum stehen lassen, freuen uns über die guten Ansätze, die diese Bewegung hat, und werden das Geschehen, insbesondere in unserer Region, weiter beobachten und fallweise darüber berichten.

Fotos vom Kino-Abend im Grabher-Haus am 7. März 2017 (Film „Tomorrow“) – Foto-Shooting Gemeinwohl-Aktivisten in Fürstenfeld und Ansprache von Frau Ulrike Neubauer von den >> WurzelwerkerInnen

 

 

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